17 Mrz 09
von admin schonnebeck.de - Kategorie: Rund um Pkw und Motorrad
Die überwiegende Mehrheit von Bußgeldverfahren gegen Temposünder ist nach Erkenntnissen des Automobilclubs von Deutschland (AvD) mangelhaft. Bei über 80 Prozent von rund 1800 Fällen hätten Sachverständige Fehler entdeckt - von unvollständigen Verfahrensakten über den unkorrekten Aufbau von Messgeräten bis zu Fahrzeugverwechslungen.
Bei fünf Prozent seien die Mängel so gravierend gewesen, dass kein Bußgeldbescheid hätte erlassen werden dürfen, erklärte der AvD am Montag in Frankfurt. Die Messergebnisse seien entweder falsch gewesen oder den «geblitzten» Autofahrern seien falsche Messwerte zugeordnet worden. Ohne Mängel seien lediglich 15 Prozent der Fälle gewesen, hieß es weiter.
Der Automobilclub bezog sich auf eine Studie der Verkehr-Unfall- Technik-Sachverständigengesellschaft (VUT), die in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 1810 Ordnungswidrigkeiten untersucht hat. Bei den Geschwindigkeitsmessungen hatten die Behörden sowohl Video- als auch Radargeräte und Laserpistolen verwendet. (dpa/tmn)